Daniela Hornung


Juni 2007 Schulprojekt

Kolpingschule - Eine gemeinsame Arbeit der ersten Klasse (Kolpingschule Aschaffenburg).
Das Motto :"Wir gehören zusammen".
Es ist nicht wichtig, wie man aussieht, ob groß oder klein, dick oder schlank, oder woher man kommt.
Was wichtig ist, ist Toleranz und Respekt! 

Laudatio

„Wir gehören zusammen“

Kunstprojekt der 1. Klasse der Kolpingschule in Aschaffenburg

  

In einem unbekannten Land, vor gar nicht allzu langer Zeit, war eine Biene sehr bekannt, von der sprach alles weit und breit..

Wer der hier Anwesenden aller Altersstufen kennt dieses Lied nicht? Die Welt der Biene Maja und Ihrer Freunde Willi und Flip...

 Sie werden sich jetzt sicherlich fragen, was das alles mit diesem Tag zu tun hat. Also nehmen wir uns jetzt einen Augenblick Zeit noch etwas genauer auf die Wiese zu schauen...
  • Maja und Wille-> zwei Bienen
  • Flip -> ein Grashüpfer
  • Puck -> die Stubenfliege
  • Thekla -> die Spinne
  • Kurt -> der Mistkäfer
 

Sie al le haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam.

Die einen können fliegen, der andere kann extrem weit und hoch springen oder sammelt den Müll der Wiesenbewohner auf um daraus eine Kugel mit lautem Getöse über die Wiese zu rollen. Ach, und eine Spinne, die überall ihr klebriges Netz spinnt um die anderen Wiesenbewohner zu fangen und dann zu fressen.

Aber irgendwie leben doch alle auf der gleichen Wiese und schaffen es zusammen zu leben- das Happy End ist in jeder Folge, die im Fernsehen läuft, zu sehen.

 

„Gut und schön“ mögen sie jetzt vielleicht wieder denken, aber was hat das den jetzt nun endlich alles mit dem tollen Projekt hier zu tun an dem die Kinder der ersten Klasse der Kolpingschule zusammen mit der Aschaffenburger Künstlerin Daniela Hornung und der Lehrerin Frau Hofmann so liebevoll gearbeitet haben???

Das möchte ich Ihnen jetzt in kurzen Worten erklären und anschließend möchte Frau Hornung auch noch ein paar eigene Worte zu Ihrem Projekt sagen.

 

Daniela Hornung hat das erste Mal ein solches Projekt umgesetzt. Sie weiß selber gut genug, wie es ist auf einer gro& szlig;en Wiese zu leben mit vielen unterschiedlichen Charakteren. Als sie 1991 nach Deutschland kam, ging es Ihr nämlich genauso wie am Anfang dieser Rede beschrieben- sie war in einem unbekannten Land. Auf einmal waren Menschen mit unterschiedlicher Sprache und mit verschiedenen Mentalitäten um sie herum. Mit manchen Menschen kann man besser umgehen – nehmen wir mal aus meinem Beispiel eine Biene und eine Fliege- mit anderen tut man sich schwieriger- in meinem Beispiel der Grashüpfer und eine Spinne. Aber nichts desto weniger leben wir alle auf einer Welt – oder Wiese- und wir müssen uns irgendwie arrangieren im Umgang mit Menschen, die auf den ersten Blick anders aussehen als wir, anders sprechen als wir oder aber anders reagieren als wir es gewöhnt sind. Immer offen sein für das Andersartige- erst kennen lernen und versuchen zu verstehen und nicht gleich verurteilen... TOLERANZ könnte di e Nachricht an den aufmerksamen Betrachter hier vielleicht sein.

 

Ähnliche Erfahrungen wie eben Maja und ihre Freunde auf der Wiese gemacht haben, haben Daniela Hornung zu diesem Projekt inspiriert. Kommt es auf der Welt nicht vielmehr auf Gemeinsamkeiten und Freundschaft an und nicht auf das, was uns voneinander unterscheidet? Wie sie mir in einem Gespräch vor dem heutigen Tag zu verstehen gab, war es ihr ein Anliegen eben das – mit der freundlichen Unterstützung der hier anwesenden Direktorin Frau Münzel - an die Kinder der 1. Klasse zu vermitteln. Deswegen war ihr schnell klar, wie das Projekt aussehen sollte, als Frau Münzel mit dem Vorschlag auf sie zukam doch einmal ein Kunstprojekt in der Schule zu unterstüt zen.

„Dies  könne man gar nicht früh genug lernen“ waren Ihre Worte. Warum also nicht gleich in der 1. Klasse der Kolpingschule??

 

So ist in einer Gemeinschaftsarbeit mit den Kindern und der Lehrerin Frau Hofmann dieses Kunstwerk hier entstanden. Es versinnbildlicht, dass wir alle- egal welche Nationalität, Sprache oder Hautfarbe- hier durch die unterschiedlich großen farbigen Kreise dargestellt- auf einer Erde MITEINANDER leben.

So größenunterschiedlich und bunt die r Kreise sind, so groß ist auch die Vielfalt von unterschiedlichen Menschen und das nicht nur auf der Erde, sondern auch schon in einer Schule bzw. Schulklasse. Aber dieses Kunstwerk macht uns auf sehr anschauliche Art  bewusst, dass sich alles harmonisch fügt.

 

Wie eben auch auf der Wiese, auf der Maja, Willi Flip und wie sie alle heißen wohnen...

 

Ich wünsche Ihnen noch viel Spaß beim Betrachten und Nachdenken über dieses Projekt und gebe jetzt das Wort an Frau Hornung weiter.